Austausch Indien

Kennenlern- und Schulfest

Interreligiöser Dialog mit persönlichen Begegnungen: „Meet a Jew“ am St. Kilian

Wie sieht jüdisches Leben in Deutschland heute aus? Welche Traditionen prägen den Alltag? Und welche Gemeinsamkeiten verbinden Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion? Antworten auf diese Fragen und noch viele mehr erhielten Kilianer*innen im Rahmen des Unterrichtsprojektes „Meet a Jew“.

Dort, wo Begegnungen stattfinden, entstehen Verständnis, Neugier, Respekt und Dialog. Diese wertvolle Erfahrung machten am letzten Freitag Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 sowie aus der Kursstufe. Sie nutzten die Gelegenheit, offen Fragen zu stellen, die sie sonst vielleicht nie gestellt hätten. Unsere Gäste im Unterricht, Cathy und David, die beide Mitglieder der jüdischen Gemeinde sind, stellten sich geduldig unseren Fragen zum Antisemitismus, zur Shoah oder zum Nahostkonflikt. Überhaupt zum jüdischen Alltagsleben und zur jüdischen Religion: Was bedeutet der Sabbat für Juden? Wie werden die jüdischen Speisevorschriften und Gebote umgesetzt? Welche Jahresfeste prägen den jüdischen Kalender? Welche Traditionen werden in den Familien gelebt? Die Resonanz war durchweg sehr positiv. Schnell entwickelte sich ein lebendiger Austausch über Familie, Beruf, Feiertage, Hobbys und das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft. Dabei wurde deutlich: Jüdisches Leben ist ebenso facettenreich wie die Menschen selbst.

Wir sind sehr dankbar für diese wertvolle Erfahrung. Das Begegnungsprojekt „Meet a Jew“ überzeugte durchwegs: Statt über Jüdinnen und Juden zu sprechen, konnten die Schülerinnen und Schüler direkt mit ihnen ins Gespräch kommen. Besonders beeindruckend an den kurzweiligen Unterrichtsstunden war der persönliche Zugang zu unseren Fragen an die Themen, die aus dem Unterricht bekannt waren und nun einen unmittelbaren menschlichen Bezug erhalten haben. Im Mittelpunkt stehen nämlich Menschen, ihre Geschichten und ihre Perspektiven. Und die einfühlsame, offene Vermittlung von Wissen, Erfahrungen und Emotionen.

Das Begegnungsprojekt „Meet a Jew“ versteht sich als eine wichtige Säule der Demokratieerziehung und leistet in jeder Hinsicht einen wichtigen Beitrag für mehr Toleranz, Dialog und Vielfalt – Ziele, die so auch im Friedensstifter-Konzept unserer Schule fest verankert sind. Danke an Cathy und David für ihre zugängliche authentische Art sowie für ihren starken Einsatz für Verständigung und Frieden zwischen den Religionen.

Für weitere Informationen kann dazu jederzeit die offizielle Internetseite des Projektes aufgerufen werden: https://www.meetajew.de/

Meet a Jew

Suche